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DIE 23 SCHAUPLÄTZE DER NACHT DER KONTRASTE 2018

An 23 besonderen Schauplätzen wird während der Museumsnacht Kunst und Kultur erlebbar. Außergewöhnliche Erlebnisse für Augen, Ohren und Gaumen erwarten die Besucher an diesen Orten:

Veste Coburg

Die Veste Coburg blickt auf eine tausendjährige Geschichte zurück. Ihr berühmtester Gast war Martin Luther, der 1530 für sechs Monate hier lebte und arbeitete. Die heutige Anlage stellt eine gelungene Verbindung aus Elementen der Spätgotik, Renaissance und Barock mit solchen des Historismus und der Burgenromantik jüngerer Zeit dar. International bedeutend sind die Kunstsammlungen der Veste Coburg, präsentiert in stimmungsvollen Räumen. Neu gestaltet zeigt sich die Artillerieausstellung auf der Gedeckten Batterie. Im April 2018 wurde die Sammlung historischer Gläser in neuem Glanz wieder eröffnet.
www.kunstsammlungen-coburg.de

GEÖFFNET 18 – 1 UHR

WÄHREND DER MUSEUMSNACHT:

Es erwarten Sie interessante Begegnungen mit kostümierten Zeitzeugen aus der Vergangenheit.

SONDERAUSSTELLUNG REMBRANDT – VON DER MACHT UND OHNMACHT DES LEIBES:
Selbstinszenierung, Verführung, Freude und Leid: Rembrandt Harmens- zoon van Rijn (1606–1669) studierte den menschlichen Körper genau. Mit scharfem Blick nahm der niederlän- dische Meister Mimik und Gestik wahr und setzte sie ausdrucksstark ins Bild. Die Ausstellung zeigt eine umfangreiche Auswahl exquisiter Radierungen Rembrandts aus dem bedeutenden Bestand des Kupferstichkabinetts der Kunstsammlungen. Der Bogen spannt sich von seinen faszinierenden Selbstportraits über biblische Szenen des Alten und Neuen Testaments bis hin zu Genrebildern.

Lichtkunst von Hanna Dallmer-Zerbe setzt nach Einbruch der Dunkelheit Teile der Burgan- lage in ein ganz besonderes Licht.

SEHEN UND HÖREN
FOLSOM PRISON BAND
THEATERSCHULE COBI
VOCALENSEMBLE COBURG
VIVA VOCE

Hofgarten mit kleinem Rosengarten und Teepavillons

Der Hofgarten ist das beliebteste Freizeitareal im Stadtgebiet. Vor über 300 Jahren ließ Herzog Albrecht III. auf dem Gelände einen Hanggarten im Barock- und Rokoko-Stil anlegen. Im 19. Jahrhundert erfolgt unter Herzog Ernst I. die Umgestaltung zu einem englischen Landschaftsgarten.

GEÖFFNET 15 – 1 UHR

WÄHREND DER MUSEUMSNACHT 2018

BAUMFÜHRUNG: mit Forsttechniker Stephan Just zu den „grünen Exoten“ Paulownie, Scharlacheiche, Geweih-, Tulpen-, Trompeten- oder Schnurbaum. Treffpunkt: 15 Uhr, Reithalle/Hofgarten (Eintritt frei).

WESTPAVILLON: Benno Noll zeigt eine breite Auswahl von Fineartprints, deren Vorlagen allesamt in den letzten Jahren im Westpavillon entstanden sind.

OSTPAVILLON: CONVIVA Design verzaubert den Wald. Der Möbelkünstler Alexander Dehler zeigt: Kunstvolle Möbelunikate mit Naturmaterialien und innovativer Technik und Baumskulpturen aus dem Skulpturenwald. Jede Baumskulptur hat ihre Persönlichkeit, die mit Licht in Szene gesetzt wird.

ILLUMINATION IM „KLEINEN ROSENGARTEN“ mit dem Lichtstudio Stirtzel

BRUNNENINSTALLATION: Nach Einbruch der Dunkelheit setzt eine aufwändige Illumination den Herzog-Alfred-Brunnen in Szene.

SEHEN UND HÖREN
CURLS&STRINGS
FEUER-JONGLAGE
JUICY VERANSTALTUNGSGRUPPE

Naturkundemuseum Coburg

Angeregt durch die Sammlung ihres Großvaters Herzog Franz Friedrich An ton legten seine Enkel, Herzog Ernst und Prinz Albert, eine eigene Sammlung an, die sie 1844 als „Herzogliches Kunst- und Naturaliencabinet“ der interessierten Öffentlichkeit zugänglich machten. Das heutige Gebäude kommt mit gegenwärtig ca. 700.000 Sammlungsstücken und 2.400 m2 Ausstellungsfläche dem Rang eines Landesmuseums gleich.
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GEÖFFNET 18 – 1 UHR

WÄHREND DER MUSEUMSNACHT 2018:
AMMONITEN: Die Sonderausstellung „J. C. M. Reinecke: Des Urmeeres Nautili“ blickt auf die Ammoniten-Forschung zurück. Der Coburger Naturforscher und Universalgelehrte Johann Christoph Matthias Reinecke (1768-1818), der ab 1806 Direktor am Herzoglichen Gymna- sium, dem heutigen „Casimirianum“, war, beschrieb in einem Buch 40 verschiedene Ammoniten der Jura-Zeit und entwickelte eine frühe Evolutionstheorie. Dieses Buch erschien im Jahr 1818, also vor genau 200 Jahren. Die Ausstellung widmet sich Leben und Werk Reineckes und stellt – passend zur „Nacht der Kontraste“ – eine Rekonstruktion von Herzog Franz Friedrich Antons Naturalienkabinett den modernen Dauerausstellungen gegenüber.

SEHEN UND HÖREN
BIG FISH

Kunstverein Coburg

Mit über 1.500 Mitgliedern gehört der Kunstverein Coburg zu den großen Kunstvereinen Deutschlands. Domizil des KVC ist seit den 50er Jahren die ehemalige Vogelvoliere Zar Ferdinands von Bulgarien, die durch zwei Neu- und Erweiterungsbauten seine heutige Form erhielt.
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GEÖFFNET 18 – 24 UHR

WÄHREND DER MUSEUMSNACHT 2018:

AUSSTELLUNG XENIA FINK
Die Künstlerin setzt sich in ihrer Praxis, die Arbeiten auf Papier, Installation und Animation beinhaltet, bildnerisch und mittels Text mit Narration auseinander. Die Zeichnung dient ihr dabei als zentrales Medium.

AUSSTELLUNG MORITZ GÖTZE
Mit dem Hallenser Moritz Götze zeigt der Kunstverein Coburg einen Künstler, der im Bereich Emaille mit seinen großformatigen Arbeiten neue Schwerpunkte setzt. Sein umfangreiches Werk, neben Emaillearbeiten auch großformatige Malereien, siedelt zwischen Pop-Art und Cranach.

SEHEN UND HÖREN
AKUSTIK COMPANY

St. Augustin Kirche mit Kohary-Gruft

Die katholische Pfarrkirche am Hofgarten wurde 1856-60 im neugotischen Stil erbaut. Die Figuren der Muttergottes mit Kind und des Heiligen Augustinus stammen von Hans Söller aus Schweinfurt (1960). Von 2014 – 2016 wurde eine grundlegende Sanierung und Neugestaltung der Kirche durchgeführt.
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GEÖFFNET 18 – 24 UHR

WÄHREND DER MUSEUMSNACHT 2018:

Im Pfarr- und Dekanatszentrum St. Augustin Coburg veranstaltet die Katholische Jugend im Dekanat Coburg (BDKJ) die Aktion „DieCouchKommt“. Auf dieser Couch nehmen Politiker-/ innen Platz, die für den Land- bzw. Bezirkstag kandidieren. Die Veranstaltungsplattform ist eine Kooperation der Jugendringe, der evangelischen und katholischen Jugend und der Bundesprogramme für Demokratie.

Ebenfalls komplett renoviert wurde die Kohary-Gruft unter der Kirche. Dort befinden sich die prachtvollen letzten Ruhestätten von Prinz August und seiner Gattin Prinzessin Clementine, ferner die Gräber ihrer Söhne Zar Ferdinand von Bulgarien, Prinz Philipp und Prinz August. Während der Nacht der Kontraste finden hier regelmäßig Führungen statt.

Im benachbarten Pfarrzentrum lädt die katholische Jugend in Kooperation mit der Freiwilligen Faschingsgesellschaft St. Augustin in ihr Nachtcafé ein.
Neben alkoholfreien Getränken, Bier und Wein gibt es Kaffee, Kuchen, verschiedene Snacks sowie selbstgemachte Hamburger, hausgemachte Gulaschsuppe, Brezeln mit Obatzter und Lachsbrötchen.

HÖREN UND SEHEN
SUZAN BAKER & DENNIS LÜDDICKE

Bürglaßschlösschen

Prinz Josias von Sachsen-Coburg-Saalfeld erwarb 1794 das Gebäude von einer Kaufmannsfamilie und ließ es zum Palais umbauen. Herzog Ernst I. ließ es zum bürgerlich-romantischen Biedermeier- Schloss umgestalten und schenkte es seiner Mutter Auguste. Sein Sohn, Zar Ferdinand von Bulgarien, wohnte in dem Haus bis zu seinem Tod 1948. Seither gehört es der Stadt, die damit einen der schönsten Trausäle Deutschlands besitzt.
Ein Besuch lohnt sich… nicht nur für Heiratswillige.

GEÖFFNET 18 – 24 UHR

WÄHREND DER MUSEUMSNACHT 2018:
Schmackhafte, kultig, legendäre Kürbissuppe sowie verschiedene Cocktails gemixt von Treff am Bürglaßschlösschen/AWO.

SEHEN UND HÖREN
BLUE MOON SWINGTETT

VR-Bank Coburg am Busbahnhof

Das neoklassizistische Bankgebäude mit dem markanten Walmdach am Theaterplatz wurde nach Plänen der Chemnitzer Architekten Alfred Zapp und Erich Basarke in den Jahren 1915-1917 errichtet. Anfangs diente nur das Unter- und Erdgeschoss dem Bankbetrieb, während in den Obergeschossen Wohnungen eingerichtet waren.

GEÖFFNET 18 – 24 UHR

WÄHREND DER MUSEUMSNACHT 2018:
Im Rahmen der Nacht der Kontraste macht die Wanderausstellung „Bilder und Dokumente zur Genossenschaftsgeschichte“ in Coburg Station. Die Schau zeichnet die Entwicklung der Genossenschaftsbewegung in Bayern nach und bringt den Besuchern die Bedeutung der genossenschaftlichen Prinzipien nah.

SEHEN UND HÖREN
FRITHJOF GREINER UND THOMAS MEYER

Landestheater und Reithalle

1827 gründete Ernst I. das Herzogliche Hoftheater. Im 1840 entstandenen heutigen Theater trafen sich illustre Gäste wie Queen Victoria I. von England oder die Großfürstin von Russland und herausragende Künstler wie Paganini, Liszt und Strauss.

Die Reithalle wurde 1852 im Auftrag von Herzog Ernst II. nach Plänen des Malers und Baumeisters Georg Konrad Rothbart errichtet. Die Bezeichnung „Reithalle“ erinnert an die frühere Verwendung des Gebäudes: Im Erdgeschoss waren die Ställe, im Obergeschoss, wo sich heute eine Probebühne und die Technik befindet, wurde mit den Pferden gearbeitet. Nach der Abdankung des letzten Coburger Herzogs Carl Eduard war die Reithalle Kulissenlager des Landestheaters. Seit 1985, nach einer Generalsanierung, wird die Reithalle als Studiobühne des Landestheaters Coburg mit 99 Sitzplätzen genutzt.

GEÖFFNET 18 – 24 UHR

IM RAHMEN DER MUSEUMSNACHT 2018:
Um 14.30 Uhr findet auf dem Schlossplatz der „SYMPHONIC MOB“ statt. Das Philharmonische Orchester Landestheater Coburg freut sich darauf, mit vielen musikbegeisterten Menschen zu musizieren. Ganz gleich, ob Anfänger oder Profi, ob Sie Violine, Saxophon, Flöte, Okarina oder Cajon spielen, wir möchten Sie mit Ihrem Instrument – oder Ihrer Stimme – dabei haben! Mehr Informationen zu Coburgs größtem Spontanorchester gibt es hier: www.symphonic-mob.de

Ab 16 Uhr bietet das THEATERFEST eine Vorschau auf die bevorstehende neue Spielzeit. Lassen Sie sich vom prachtvollen Ambiente des Zuschauerraums bezaubern. Schauen Sie Schauspielern und Tänzern beim Proben über die Schulter oder werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des Bühnenbetriebs. Mehr zum Theaterfest auf www.landestheater-coburg.de

SEHEN UND HÖREN
RADIO INFLUENZA – ACHMET ÖZER & JOHANNES TITZE

Marstall

Das Bauwerk direkt neben dem Schloss Ehrenburg wurde ab 1685 im Auftrag von Herzog Albrecht III. errichtet und beherbergte Pferdeställe, ein Kutschenhaus und eine Reithalle. Seit 1921 ist es Sitz des staatlichen Vermessungsamts. 2010 wurden in einer grundlegenden Sanierung die gusseisernen Säulen und das Ziegelgewölbe freilegt.

GEÖFFNET 18 – 24 UHR

WÄHREND DER MUSEUMSNACHT 2018:
Im Marstall sind zur Museumsnacht historische Landkarten und Stadtblätter zu sehen.

SEHEN UND HÖREN
IMPRO-LACHNACHT IN DER KUTSCHEN-HALLE mit Atze Bauer, Jörg Kaiser und Kaosclown
PETE THE BEAT MIT THE INCREDIBLE DUO
DIE NEANDERTALER

Die Veranstaltungen im Marstall werden vor Ort von Coburgs Lokal-Radiosender RADIO EINS präsentiert.

Schloss Ehrenburg

Im 16. Jahrhundert verlegte Herzog Johann Ernst seinen Hof von der weniger komfortablen Veste hinunter in die Stadt an den Schlossplatz. Auf dem Gelände eines alten Klosters ließ er eine Dreiflügelanlage im Stil der Renaissance errichten. An das Kloster erinnert heute nur noch ein Taufbecken im Keller. „Getauft“ wurden die Ehrenburg übrigens von Karl V., als er den Bau „aller Ehren wert“ nannte. Das Schloss wurde nämlich ohne Frondienste der Untertanen erbaut. Im 19. Jahrhundert gestaltete Ernst I. das Schloss nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel im Stil der englischen Neugotik um.
Website

GEÖFFNET 18 – 24 UHR

WÄHREND DER MUSEUMSNACHT 2018:
Sehenswert sind die Gemäldesammlungen, die meist aus Paris stammenden Möbel, Uhren und Leuchter im Stil des französischen Empire sowie die mehrfarbig eingelegten Parkett- böden. Während der Museumsnacht sind die Prunk- und Wohnräume, darunter das Schlafzimmer der englischen Königin Victoria, geöffnet.

SEHEN UND HÖREN
FEUERBACH QUARTETT
ANDY HOUSCHEID

Coburger Puppenmuseum

Das Puppenmuseum erzählt von der Kindererziehung durch Spielzeug in bürgerlichen Familien. Die Ausstellung zeichnet außerdem die Entwicklung der Spielpuppe von der Porzellan- bis zur Schildkrötpuppe nach. Bei einem Rundgang hören die Besucher Geschichten zu den Exponaten, sehen wertvolle Automaten in Funktion, schnuppern den Duft der Modedamen und können sich sogar den Geschmack der 1950er Jahre auf der Zunge zergehen lassen. Hinter Türchen können v.a. die kleinen Besucher große Entdeckungen machen. Zahlreiche Elemente laden zum Spielen und Mitmachen ein.

GEÖFFNET 18 – 24 UHR

WÄHREND DER MUSEUMSNACHT 2018:

WISSENSCHAFT UND SPIEL – EIN KONTRAST?
In der interdisziplinären Sonderausstellung „Modelle, die die Welt bedeuten – wie Wissen entsteht“ treffen Modelle aus unterschiedlichen Wissensgebieten der Hochschule Coburg auf die Modellspielsachen des Coburger Puppenmuseums. Was auf den ersten Blick nach einem Kontrast aussieht, entwickelt bei näherer Betrachtung einige Gemeinsamkeiten: So wie historische Puppenstuben die Normen und Regeln einer Gesellschaft spielerisch darstellen, vermittelt der spielerische Gebrauch von wissenschaftlichen Modellen einen Einblick in die Arbeitsweisen der unterschiedlichen Disziplinen von der Architektur bis zur Strömungsmechanik. An vielen Stationen der Ausstellung besteht die Möglichkeit, Modelle anzufassen und auszuprobieren. Mit Hilfe einer Virtual- Reality-Brille können Sie sogar die Perspektive der Puppen einnehmen und sich im Inneren der Puppenhäuser umsehen.

WISSENSCHAFT LIVE
Spannende physikalische Modellversuche zeigen Ihnen Studierende der Technischen Physik (6. Semesters) der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften an der Hochschule Coburg. Nutzen Sie die Mögichkeit, Wissenschaft live zu erleben!

„ICH MACH‘ MIR DIE WELT, WIE SIE MIR GEFÄLLT“
Kinder können ein Papiermodell der Erde basteln. Anders als die meisten Globen ist dieses nicht rund, sondern als Vieleck (Polyeder) gestaltet.

CREAPOLIS – 3D-DRUCK UND MEHR
Im CREAPOLIS Makerspace druckte ein 3D-Drucker in insgesamt 36 Stunden einen Reliefglobus für die Ausstellung im Puppenmuseum. Die Besucher können diees Modell nicht nur bewundern, sondern auch anfassen.

SEHEN UND HÖREN
MONSIEUR CHOCOLAT

Staatsarchiv im Zeughaus

Das Zeughaus in der Herrngasse bildet einen architektonischen Höhepunkt genau in der Mitte zwischen Marktplatz und Ehrenburg. Erbaut wurde es vor 400 Jahren unter dem Herzog Johann Casimir. Seit 1991 beherbergt das Zeughaus das Staatsarchiv Coburg.
Mit seinen über 400.000 Unterlagen aus acht Jahrhunderten bildet das Staatsarchiv ein Zentrum der Coburger Geschichtsschreibung.

GEÖFFNET 18 – 24 UHR

WÄHREND DER MUSEUMSNACHT 2018:
Zur Museumsnacht öffnet das Staatsarchiv die Türen zu den sonst verschlossenen Magazinräumen und präsentiert Prachtstücke aus seinen Beständen. Im Foyer ist eine Ausstellung zu Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha (1818-1893) zu sehen.
Im halbstündigen Turnus finden Führungen mit dem Archivleiter Dr. Alexander Wolz durch die Räume statt.

SEHEN UND HÖREN
QUADROSAX

Leise am Markt

Sein reiches kulturelles Angebot verdankt Coburg zum Gutteil privater Initiative, wofür LEISE am Markt Beispiel ist: Der über 600 Jahre alte denkmalgeschützte Sandsteinbau in der Herrngasse wurde nach umfangreichen Baumaßnahmen 2014 als „modernes Gesell- schaftshaus“ eröffnet. Es war ursprünglich Sitz der 1904 als feinmechanische Werkstätte gegründeten Firma LEISE GmbH & Co. KG.
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GEÖFFNET 18 – 24 UHR

SEHEN UND HÖREN
FABRIZIO CONSOLI

Fugenlos

Im stadtpunkt fugenlos, dem Stadtbüro der Hochschule – direkt neben dem Marktplatz – präsentiert sich die Hochschule mit Ausstellungen, Vorträgen und Events. Seit März 2004 verfügt die Hochschule über diese Dependance in der Coburger Innenstadt. Möglich wurde dies durch die großzügige Unterstützung eines Coburger Unternehmers.

GEÖFFNET 18 – 24 UHR

WÄHREND DER MUSEUMSNACHT 2018:
Ergänzend zur Ausstellung „Modelle, die die Welt bedeuten“ im Puppenmuseum zeigt das „Fugenlos“ Models, Mock-Ups und Prototypen sowie deren Entstehungsprozesse aus verschiedenen Fachbereichen der Hochschule Coburg sowie dem CREAPOLIS Makerspace. Modelle sind eine große Hilfe, um komplexe Zusammenhänge einfach und verständlich darzustellen. An der Hochschule Coburg kommen Modelle in Lehre und Forschung in ganz unterschiedlicher Weise zum Einsatz. Ob als aus Karton gefertigter Entwurf im Rahmen des Architekturstudiums oder als 3D-gedruckte Komponente im
Maschinenbau: Es gibt fast nichts, was es nichts gibt.

3D-Druck live – erleben Sie im „Fugen- los“ live den Entstehungsprozess eines Modells der Veste Coburg in einem 3D- Drucker.

Wohnbau

Die neuen Räumlichkeiten der Coburger Wohnbau bieten Raum für ein Pop-Up- Museum. Das Friedensmuseums Meeder ist zu Gast und zeigt für die „Nacht der Kontraste“ drei Schwerpunkte.

GEÖFFNET 18 – 24 UHR

WÄHREND DER MUSEUMSNACHT 2018:

LEBEN UND WERK VON ANNA B. ECKSTEIN:
Die Coburger Friedensaktivistin hätte in diesem Jahr ihren 150. Geburtstag feiern können. Anna B. Eckstein hat ein Stück Weltgeschichte mitgeschrieben, in ihrer Heimatstadt Coburg ist sie fast vergessen. 1913 war sie für den Friedensnobelpreis nominiert. Gezeigt werden Exponate wie ein Buch mit mehr als 10.000 Unterschriften aus Italien für den Frieden (weltweit dürften es fast 300 Millionen geworden sein), der von ihr
ausgearbeitete Staatenschutzvertrag zur Verhinderung von Kriegen und Bilder aus ihrem Leben. Zudem geben „kleine Annas“ einen liebevollen Einblick in ihr Leben und Schaffen (Führungen von ca. 10 Minuten).

„SAG, WIE WAR DAS DAMALS?“
Mehr als 100 Jugendliche, Betreuer und natürlich die Zeitzeugen selbst haben sich in den Jahren 2010 und 2011 an diesem Projekt
des Friedensmuseums beteiligt. Ein zusammenfassender Film zeigt deutlich,
welchen Wert der Frieden besitzt – in welchem Land auch immer.

EINBLICKE IN DIE MUSEUMSPÄDAGOGIK:
Einmal in der Woche trifft sich eine Gruppe Grundschüler aus Meeder, um
nach dem Unterricht mehr über das Friedensmuseum, die Exponate und die dort dokumentierten Geschichts-Geschichten zu erfahren. Manchmal filmen sie sich dabei sogar selbst und sind zu Recht stolz auf ihre Ergebnisse.

Hexenturm

Der um 1200 erbaute Turm wurde 1610 zum Hexen-Gefängnis umgebaut. Streckbänke und Folterinstrumente sucht man hier heute vergebens. Von außen wirkt der gedrungene Rundturm dennoch bedrohlich. Eine kleine mit Eisenbändern beschlagene Tür führte in den unterirdischen Kerker.

GEÖFFNET 18 – 23 UHR

SEHEN UND HÖREN
EIN STREIFZUG AUS „COBURGS KRONJUWELEN“ – ERZÄHLTHEATER MIT PEGGY HOFFMANN

Rathaus

Im Jahr 1438 kaufte der Rat der Stadt vier Häuser am Marktplatz und ließ an deren Stelle ein Rathaus errichten. In den obe ren Stockwerken hielten die Schuster, Tuchmacher und Kürschner ihre Waren feil, im Erdgeschoss die Metzger und Bäcker. Nach etwas mehr als 100 Jahren erwarb der Rat erneut ein Haus am Markt und ein anstoßendes Grundstück in der Ketschengasse. 1598 war das neue stattlichere Renaissance-Rathaus mit seinem von Voluten geschmückten Giebel und dem prächtigen Coburger Erker vollendet. Der Ratssaal, einer der größten profanen Festräume der Renaissance-Architektur in Thüringen und Franken, wird in der Museumsnacht zum Theatersaal.

GEÖFFNET 18 – 24 UHR

SEHEN UND HÖREN
FAUST IN 20 MINUTEN

Morizkirche

Die nach dem Heiligen Mauritius benannte evangelisch-lutherische Stadtkirche geht zurück auf eine romanische Basilika aus dem 12. Jahrhundert. Ältester Teil ist der aus dem Jahr 1330 stammende gotische Ostchor. Die spätgotische Hallenkirche mit dem einzigartigen Herzogsgrabmal der Spätrenaissance und den frühklassizistischen Einbauten des 18. Jahrhunderts präsentiert sich in neuem Glanz.

GEÖFFNET 18 – 24 UHR

SEHEN UND HÖREN
KONTRASTE IN DER KIRCHE

Casimirianum

1601 legte Herzog Johann Casimir den Grundstein für diese traditionsreiche Schule. Für Baumeister Peter Sengelaub war es nach der Regierungskanzlei am Markt („Stadthaus“) der zweite Renaissance-Prachtbau in Coburg (den dritten, das Zeughaus in der Herrngasse, vollendete er danach1621). Historische Holztafelbilder in der Aula zeigen die sieben Tugenden als Gefolge von Herzog Johann Casimir.

GEÖFFNET 18 – 24 UHR

WÄHREND DER MUSEUMSNACHT 2018:

Zur Nacht der Kontraste ist der Aufgang zum Schulturm geöffnet. Unbedingt auch einmal durch den Gang vor dem Direktorat schlendern, es gibt dort viele sehenswerte Stücke aus der Schulgeschichte zu bewundern.

SEHEN UND HÖREN
DJANGOLOGY

Grabungsmuseum

Bei Bauarbeiten für einen Neubau der Stadtverwaltung stießen Bagger östlich der Morizkirche auf einen mittelalterlichen Friedhof und die Grundmauern der ehemaligen Benediktinerpropstei aus dem 13. Jahrhundert sowie auf ein mittelalterliches Gräberfeld. Im Laufe des Mittelalters war hier ein geistliches Viertel entstanden, dessen Keimzelle die 1988 in Teilen ausgegrabene ehemalige Benediktinerpropstei bildete.

Im Mittelalter siedelten sich in diesem Bereich Beginen (Seelschwestern) an, ab dem 14. Jahrhundert auch Vikarier, bezahlte Messpriester. Außerdem liegt in diesem geistlichen Viertel auch der Ursprung der Schulgeschichte Coburgs.

Eine glückliche Entscheidung war es, die Funde, insbesondere Keramik und Gebrauchsgegenstände am Ort der Wiederentdeckung aufzubewahren und zugänglich zu machen. So entstand im Keller des Verwaltungsbaus das „Grabungsmuseum“, das seit 1994 die Baugeschichte des Kirchhofviertels dokumentiert.

GEÖFFNET 18 – 24 UHR

HINWEIS: Pro Einlass sind maximal 20 Besucher möglich. Bitte ggf. etwas Zeit mitbringen.

Palmenhaus

Der Urwald fängt gleich hinterm Stadttor an: Schlingpflanzen, Orchideen, Vogelgekreische und feuchtwarme Luft sorgen für Dschungel-Feeling. Das 1984 im Rosengarten zwischen Kongresshaus und Nikolauskirche am Sintflutbrunnen erbaute Gewächshaus bietet eine tropische Heimat für Palmen, Gummibäume und Kakteen. Vor Metallstützen wächst ein Uganda-Losbaum. Neben vielen Orchideenarten verströmen Cymbidien, Phalaenopsis und Cattleyen zur Blüte ihren süßlich-herben Duft. Vogelvolieren und ein kleiner Fischteich runden das Safari-Erlebnis ab.

GEÖFFNET 18 – 24 UHR

Nikolauskapelle

1473 wurde vor der Stadt ein Siechenhaus mit Kapelle erbaut, die dem heiligen Nikolaus geweiht war, der als Helfer für Pilger, Reisende und ansteckend Erkrankte gilt. Die Fresken aus dieser Zeit zeigen den Namenspatron mit den Heiligen Erasmus (Helfer gegen Krank- heiten), Jakobus (Patron der Pilger) und Leonhard (Helfer für Gefangene und Patron für das Vieh).

GEÖFFNET 18 – 24 UHR

SEHEN UND HÖREN
DUO PASCULLI

Brose Gebäude 25

Wer an den modernen Industrie- und Verwaltungsbauten mit dem Brose- Schriftzug im Süden der Stadt vorbeifährt, denkt zunächst nicht an Historie. Jedoch ist der Automobilzulieferer ein markanter Teil der Stadtgeschichte. Was Max Brose 1908 begann, hat sich zu einem global erfolgreichen Unternehmen mit rund 26.000 Mitarbeitern an 62 Standorten in 23 Ländern entwickelt.
Im Brose Gebäude 25 in Coburg ist der Geschäftsbereich Sitzsysteme angesiedelt. Durch die Transparenz und die formal ansprechende Struktur betont die Architektur das Selbstverständnis des Familienunternehmens: Große, systematisch angeordnete Fensterfronten in Verbindung mit einer einheitlich silberfarbenen Fassadenoptik zeugen sowohl von Offenheit und Kommunikation als auch von Freude an Technik und Qualität. In der Museumsnacht wird das Foyer des Gebäudes zum außergewöhnlichen Konzertsaal für außergewöhnliche Künstler.

SEHEN UND HÖREN
MAMBO FRANCONIA – FIESTA À GOGO!

2005 – die Premiere

 

Die Vorzeichen für die erste Museumsnacht am 10. September 2005 stehen schlecht: Um 17 Uhr geht ein Wolkenbruch über der Stadt nieder und legt die Stromversorgung für die Illuminationen im Hofgarten lahm. Um 18 Uhr scheint die Sonne, das Bayerische Fernsehen bringt einen kurzen Vorbericht und 30 Minuten später ist der Hofgarten voll wie nie.
Bei 4.000 Besuchern hören die Mitarbeiter an der Eingangstür des Naturkundemuseums auf zu zählen. Sie helfen stattdessen als Tellerwäscher an der Museumskasse aus, wo der Empfang zur Haifischbar umgebaut wurde und nun die Gläser ausgegangen sind.
Die Inszenierungen der „Kontraste“ begeistern das Publikum: auf der Veste etwa die Models mit futuristischen Papierkleidern auf einem Laufsteg zwischen schwarzen historischen Ritterrüstungen. Die Stadt- und Museumsführer treten erstmals in historischen Kostümen auf und erzählen dem Publikum als Queen Victoria, Prinz Josias, Martin Luther, Herzog Alfred oder Gurken-Alex an ihren Originalschauplätzen Coburger Geschichte und Geschichten. „Kostümführungen“ sind seither eine bewährte Dauereinrichtung. Ebenfalls bis heute gilt: Gute Ideen ersetzen teure Technik.
Zum Hingucker wird die Allee oberhalb des Naturkundemuseums. Mangels Strom im Hofgarten sorgen hier Kerzen in 200 Papiertaschen eines Bad Rodacher Spielwarenherstellers für eine Lichtspur – nach den „Haba-Tüten“ fragen begeisterte Besucher noch Jahre später.

 

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2006 – die Wiederholung

 

Der Name ist der gleiche geblieben – weil sich die teilnehmenden Häuser neuen Vorschlägen wie „Nacht der Farben“ oder „Nacht der Lichter“ widersetzen und das Konzept „Kontraste“ für ausbaufähig halten.
Laut – leise, alt – jung, hell – dunkel oder süß – sauer heißt es deshalb nun an mittlerweile 14 Schauplätzen. Neu dazu gekommen sind die Initiative Stadtmuseum im Westpavillon, die Kleine Galerie und das Theater in der Reithalle.
Im Burghof zeigt die Gruppe Dance Royale Tänze aus der Renaissancezeit. Im Naturkundemuseum basteln Kinder Papierschmetterlinge, während Väter (und Mütter) Whiskey-Seminare absolvieren.
Im Weißen Saal der Ehrenburg gibt Prinz Leopold eine Audienz, während nebenan englische Lautenlieder und Shakespeare-Texte vorgetragen werden.
Die Kleine Galerie am Salzmarkt präsentiert „Schrottgeburten“ des Franzosen Manfred Reul-Schweizer, der Metallobjekten vom Flohmarkt zu einem fantasievollen Comeback als Skulpturen verhilft. Im Puppenmuseum verwöhnt Koch-Künstlerin Elisabeth Vogt mit winzigen Köstlichkeiten aus der Puppenküche. Designstudenten des Vereins Wir Gestalten e. V. verwandeln den Hofgarten in einen Zaubergarten – Schirme werden zu Pilzen und Kinder-Planschbecken zu Ufos.

 

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2007 – Neue Schauplätze

 

Bei der dritten Auflage unter dem Motto „Altes in neuem Licht“ soll es keine Gewöhnungseffekte geben – die Museumsnacht bewegt sich vom Bereich um den Hofgarten auf die Innenstadt zu: Das Rathaus, die alte Posthalterei in der Ketschengasse 11 und die Salvatorkirche sind die drei neuen unter den nun 15 Schauplätzen der Museumsnacht.
Im Renaissance-Sitzungssaal des Rathauses kontrastieren die Öl-Portraits einstiger Ratsherren mit 99 Coburgern, deren Gesichter Martin Rohm fotografiert und im Pop-Art-Stil verfremdet hat und auf einer 9 Meter breiten Licht-Bild-Wand präsentiert.
Im Grabungsmuseum treffen die Scherben, die im einstigen Kirchhof ausgegraben wurden, auf moderne Keramik der Ton-Art-Künstlerin Kerstin Schmidt. Der „Hofgarten der Sinne“ bietet Erlebnisse für Augen (Illuminationen, Feuershow), Ohren (Windspiele, Klangschalen, Gongs und Zimbeln), Nase („Kräutermeisterey“) und Mund (Schokoladen von der Weißen Frau).
Seltene Töne in St. Augustin: Das Duo Stone Voice mischt mongolischen Obertongesang mit dem Klang schwingender Granitsteine.
Im Naturkundemuseum („Nachts schläft der Löwe nicht“) lassen sich Besucher als Großwildjäger kostümiert fotografieren.

 

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2008 – ab jetzt mit Theater und bis nach New York

 

Die 4. Museumsnacht verfeinert – nun an 17 Schauplätzen – das Rezept „Gegensätze ziehen sich an“ weiter. Neu dabei und auf Anhieb Publikumsmagneten sind die Freimaurerloge „Zur Fränkischen Krone“, der ebenfalls sonst verschlossene historische Tresorraum im Keller der VR-Bank am Theaterplatz und das Zeughaus mit seinen „gegensätzlichen Mietern“ (Staatsarchiv und Wein Oertel) sowie das Landestheater, das erstmals sein Großes Haus für „Coburgs schönste Nacht“ öffnet.
In der Morizkirche wechseln zu jedem Stunden-Drittel Taizégesänge, Stille und Martin Rohms Licht-Inszenierung „Wie im Himmel, so auf Erden“ auf einer vor dem Epitaph herabhängenden Riesen-Leinwand, unterlegt vom Klang der Schuke-Orgel. Rohms Bilderserie „Coburger Horizonte“ aus der Foto-Perspektive „von unten nach oben“ ist auch Thema einer „unter der Erde“ im Grabungsmuseum gezeigten  Ausstellung.
Drei Trios aus Coburg, Halle und der Ukraine gestalten – unter dem Motto „frech, fröhlich und fromm“ – das Musikprogramm in Schloss Ehrenburg. Ein digitales Experiment fasziniert die Besucher der VR-Bank am Theaterplatz: Die „Brücke nach New York“ hat Martin Rohm mit Unterstützung eines heimischen Journalisten-Teams und der aus Coburg stammenden Chefkonservatorin der New York University Prof. Hannelore Römich realisiert: Live beleuchten sie über das Internet in Interviews und Filmeinspielungen verblüffende Beziehungen zwischen der Weltstadt und der Vestestadt. So erfährt das Publikum etwa, was Prinz Hubertus von Coburg, Barbie und die UN gemeinsam haben – und dass Coburg Village der Name eines Altenheims in NY State ist.
Weniger Technik, dafür aber handwerkliche Kunst ist im Westpavillon gefragt: Zwischen barocken Figuren verwandelt eine Friseurin „Frauen von heute“ in „Hofdamen von einst“ – ganz ohne Technik geht es aber nicht: Das Ergebnis ihrer Verwandlung können die Besucherinnen dann zuhause über Internet downloaden.
Weiter entfernt als New York erscheint dem Publikum in dieser Nacht allerdings die Heiligkreuzkirche: Das dort angebotene Programm findet vergleichsweise wenige Besucher – ein seither nicht wiederholtes Experiment.

 

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2009 – Masken

 

Masken, Mythen, Menschenbilder: Die 5. Museumsnacht hat ein neues Motto gewählt, das 19 Schauplätze als roter Faden verbindet.
Auf der Veste sind es die Ritterhelme, im Naturkundemuseum völkerkundliche Exponate wie Ahnengeister und Schrumpfköpfe, im Ostpavillon aus Stanniolpapier geformte Fabelwesen des Hollfelder Künstlers Axel Luther.
Die Nachwuchs-Designer von Wir Gestalten verwandeln Alltagsgegenstände durch Projektion in Monster, die bizarre Schatten in den Hofgarten werfen.
Im Kleinen Rosengarten erwacht die Skulptur des griechischen Hirtengottes Pan zum Leben: halb Mensch, halb Ziegenbock betört er vor allem Besucherinnen durch Flötenspiel und Flirts.
In St. Augustin zeigt der Bad Rodacher Maler Gerhard Kosuch seine Tiermasken-Bilder „Karneval der Tiere“ und die Sammlerin Elisabeth Böhm aus Bruckmühl ihre afrikanischen Masken – einige stehen zum Verkauf, der Erlös geht an das Hilfsprojekt „School of Hope“ in Kenia.
Das Theaterfest steht unter dem Motto „Maskerade“; die Maskenbildner laden das Publikum ein zu einer Schminkaktion.
Für ein Highlight sorgt der in Italien geborene und in der Schweiz lebende Künstler Salvatore Mainardi: Hunderte von Goldmasken lässt er an Bäumen und Wänden, auf dem Boden und in einer feurigen Performance dem Publikum entgegentreten.
In der Landesbibliothek bietet das Saxofon-Quartett „Sax Puppets“ als Hommage an die Muppet Show mit seinen überdimensionierten Masken einen Walking Act der besonderen Art, während im Silbersaal eine Ausstellung Faschingsmasken aus aller Welt präsentiert, die Michael Stöhr aus Diedorf bei Augsburg zusammengetragen hat.
Auch in der Morizkirche, dem Grabungsmuseum und im Casimirianum stehen Masken-Darstellungen, wie sie im Stadtbild zu finden sind, im Mittelpunkt von Illuminationen und Ausstellungen.
Das musikalische Highlight startet um Mitternacht auf der Veste: Auszüge aus Carl Orffs Carmina Burana, dargeboten vom großen Chor des Casimirianums, unterstützt von professionellen Gesangs- und Instrumental-Solisten. 5.000 begeisterte Zuschauer erleben das Spektakel auf der vorderen Bastei, wo zum Finale alle mitwirkenden Künstler ihre Gesichter hinter Goldmasken von Salvatore Mainardi verbergen.

 

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2010 – Transformation, was ist denn das?

 

Die 6. Museumsnacht wagt sich an 20 Orte und erstmals an ein abstraktes Motto: Transformation.
Die manchen Mitwirkenden zunächst „kühn“ gewählte Bezeichnung für Umgestaltung und Verwandlung prägt am Ende das Programm auf vielfache Weise. Denn Transformation ist ein fester Begriff nicht nur für Historiker, Biologen, Musiker, Maler und Techniker unterschiedlicher Disziplinen. Auch für Theologen: Vikar Dr. Thomas Amberg beleuchtet in der Morizkirche das Thema „Christsein – ein Leben in Transformation“, beschreibt die „verwandelnde Kraft der Bibel“ und kann sich dabei auf Martin Luther berufen, der hier vor fast 500 Jahren predigte: „Dieses Leben ist nicht ein Wesen, sondern ein Werden…“
Als neue Orte sind erstmals dabei: die Lutherschule am Albertsplatz und die Alte Schmiede in der Ketschenvorstadt (heute das „Pfadfinderhaus“). Im Pfarrzentrum St. Augustin stellt die Murnauer Künstlerin Irmgard Lange-Redinger ihre Bilder vor: Sie sammelt seit 22 Jahren Sand aus aller Welt und transformiert ihn zu Farben ihrer Bilder.
Das Mitternachts-Highlight im hochkarätigen Musikprogramm setzt ebenfalls in St. Augustin der Münchner Saxofonist Klaus Kreuzeder im Duo mit dem fränkischen Multi-Instrumentalisten Michael Christof Schmitt. Bei drei Kurzkonzerten des durch schwere Krankheit an den Rollstuhl gefesselten Ausnahmemusikers bleibt in der Kirche nicht einmal  mehr ein Stehplatz frei.

 

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2011 – Sind Briten da?

 

„Very british“ gibt sich Coburg am 10. September 2011: Goethes Frage „Sind Briten da?“ liefert das Motto der 7. Museumsnacht, die sich aus Anlass des 150. Todestages von Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha des berühmten Botschafters seiner Heimatstadt und Ehemanns von Königin Victoria von England „in gewohnt lockerer Inszenierung“ (N. Tessmer) annimmt.
So verbindet ein roter London-Bus die Museumsnacht-Stationen, zu denen erstmals auch der Marktplatz mit dem Albert-Denkmal, das Mausoleum auf dem Glockenberg und das Palais Edinburgh gehören.
Das Staatsarchiv präsentiert die Heiratsurkunde des berühmten Paares und in Schloss Ehrenburg führt die „Queen“ durch ihre Schlafgemächer. Im Burghof verblüffen „Recartney“ mit perfekter optischer und akustischer Beatles-Erscheinung und im Mausoleum auf dem Glockenberg, das mit finanzieller Hilfe von Prinz Albert gebaut wurde, gibt Shelly Philipps ihr erstes Konzert in Coburg (später wird sie für die Vorentscheidung des Eurovision Contest entdeckt). Die Kunstsammlungen auf der Veste, das Naturkundemuseum und die Landesbibliothek verdeutlichen in Ausstellungen den Einfluss Alberts auf Architektur, Naturwissenschaften und Kunst, insbesondere die Malerei seiner Epoche.
Die Freimaurerloge „Zur Fränkischen Krone“ hat, wie die Freimaurerei generell, ihre Wurzeln in den mittelalterlichen Dombauhütten, die sich 1717 in London zur ersten Großloge vereinigten. Die 99 Jahre später entstandene erste Coburger Freimaurerloge stand unter dem Patronat von Ernst I, dem Vater von Prinz Albert. Das Palais Edinburgh (heute Sitz der IHK) trägt diesen Namen, seit es Wohnsitz des zweitältesten Sohnes von Prinz Albert wurde.
Das Projekt Coburger Kunst-Arkaden schafft Coburgs größte Bildergalerie: Dazu werden an den Arkaden am Schlossplatz 18 großformatige Drucke mit Bildern von Prinz Albert aufgehängt, die neun Malerinnen der Initiative Kunst-im-Puls-Coburg angefertigt haben. Ebenso spektakulär: Dem Aufruf von Organisator Martin Rohm folgend treffen sich über hundert Damen im Alter von neun bis neunzig, die große Hüte tragen, am Albert-Denkmal zur Teatime.
Einem London-Taxi entsteigt das Double des bekanntesten Hochzeitspaares dieser Tage: Kate und William. Die meiste Aufmerksamkeit erntet das Brautkleid – eine exakte Kopie aus der Werkstatt des Münchner Designers, der auch Kate’s Kleid gefertigt hat.

 

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2012 – Fragezeichen

 

Wer gibt dem Bären Zucker? Wie geht es den Puppen im Exil? Was suchte der Walzerkönig an der schönen blauen Itz?
Ein ganzes Programmheft voller „Fragezeichen“ beschreibt das Motto der Museumsnacht 2012 – und seine Inszenierung an allen einbezogenen Schauplätzen. So beantworten die Kunstsammlungen der Veste zum Beispiel diese Fragen: Wie trinkt sich’s aus einem Scherzgefäß? Was haben Tischdecken und Gewehre gemeinsam? Oder: Wie funktioniert Dürers magisches Quadrat?
An 20 historischen Orten finden Nachtschwärmer Antworten auf diese und viele anderer Fragen – so wird die 8. Nacht der Kontraste zur spannenden Entdeckungstour. Wobei nicht wenige Besucher Mühe damit haben, das „Weiße Ross“ zu finden.
Die Lösung: Der malerische Innenhof am Marktplatz mit der weißen Pferdeskulptur an der Fachwerk-Wand gehörte zu dem gleichnamigen Gasthof.

 

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2013 – Könner, Künstler, Kulturen

 

Die Nürnberger Nachrichten beschreiben das Programm der 9. Nacht der Kontraste unter der Überschrift: „Die Coburger verführen mit allen Mitteln“. Gedruckt ist das Programmheft erstmals in größerem Format. Auf 36 Seiten stellt es Könner, Künstler und Kulturen – so das Motto der Nacht – vor.

Vier der 21 Schauplätze sind erstmals dabei: die Ketschenvorstadt (Videoinstallation am Säumarktbrunnen), der Hexenturm, die Rückertschule und die Coburger Moschee, die am Abend des 7. September einen wahren Ansturm interessierter Besucher verzeichnet.

 

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2014 – Sein und Schein

 

Der Blick hinter die Kulissen zeigt: Vieles ist anders als es auf den ersten Blick erscheint. Das erfahren die Besucher der 10. Museumsnacht, die unter dem Motto „Sein und Schein“ steht, an 19 historischen Orten. Erstmals dabei: der Portikusbau, architektonischer „Überrest“ des einstigen Jugendstil-Volksbades in Coburg.
Musikbegeisterte können sich gerade in diesem Jahr auf mehr als ein Dutzend hochkarätiger Ensembles freuen – und das zum Preis einer Kinokarte.
Darunter die Münchner Sängerin „Somersault“ alias Gudrun Mittermeier (Ehefrau des gleichnamigen Comedian Michael), das Stuttgarter Ensemble Foaie Verde (Klänge des Balkans von meisterhaften Künstlern), das Hofer Trio Pasión (Folklore Südamerikas), das Freiburger Duo Burr & Kleiber (Gitarre/Violine) und außergewöhnliche Formationen wie The Shanes, VerQuer, Spanish Mode oder Brothers of Santa Claus.

 

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2015 – Starke Frauen

 

„Starke Frauen“ heißt das Motto und der rote Faden, der sich am 12. September durch Ausstellungen, Installationen und Lesungen an 17 Schauplätzen zieht. In das Motto reihen sich u. a. die Ausstellung „Die dunkle Seite der Renaissance“ und die Installation „Venus“ von Prof. Ottmar Hörl auf der Veste Coburg oder die Gemeinschaftsausstellung fränkischer Malerinnen im historischen Ratssaal.
An geschichtsträchtigen Orten lassen historische Frauen-Gestalten Coburger Stadt-Geschichte(n) lebendig werden, darunter Luther-Gattin Katharina von Bora, Königin Richeza oder Queen Victoria, während im Hofgarten Erzählkünstlerin Peggy Hoffmann Frauengeschichten aus dem Orient vorträgt.
Auch im Musikprogramm mit Live-Konzerten an 15 Orten geben „starke Frauen“ den Ton an. Die Ensembles kommen von Belgien bis zum Balkan, von Norwegen bis Niederösterreich.

 

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2016 – Fremd und Vertraut

 

Oft gesehen, oft gehört? „Fremd und vertraut“ – das Motto der Nacht der Kontraste 2016 wird den Besuchern am 10. September an 21 historischen Orten begegnen.
Deren Namen sind den Coburgern alle vertraut. Fremd (im Sinne von unbekannt), dürfte vielen Besuchern allerdings das sein, was sie an diesen Orten sehen und hören werden. Diesen für die Museumsnacht typischen „Überraschungseffekt“ verdanken wir dem Reichtum an Kultur und Geschichte sowie der Vielfalt Coburgs an Initiativen und Innovationen.
Damit gelang es auch für die zwölfte Nacht der Kontraste noch neue Schauplätze zu erschließen, die erstmals an der Museumsnacht teilnehmen: das als Gesellschaftshaus des 21. Jahrhunderts konzipierte Haus „Leise am Markt“ und das hochmoderne Gebäude 25 des Unternehmens Brose.
In neuem Erscheinungsbild erstmals dabei die beiden in langer Bauzeit umgestalteten Kirchen St. Moriz und St. Augustin.

 

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