06 | Veste Coburg

Die Veste Coburg blickt auf eine tausendjährige Geschichte zurück. Ihr berühmtester Gast war Martin Luther, der 1530 für sechs Monate hier lebte und arbeitete. Die heutige Anlage stellt eine einzigartige Verbindung aus Gotik, Renaissance, Barock und Historismus dar. Von den Bastionen aus bieten sich atemberaubende Fernblicke. International bedeutend sind die in stimmungsvollen Räumen präsentierten Kunstsammlungen der Veste Coburg. www.kunstsammlungen-coburg.de

PROGRAMM

Innenbereich

Coburg | Gotha | 1826
Ein Herzog. Zwei Residenzen.

Ausstellung bis 20. September 2026

Vor 200 Jahren entstand mit Sachsen-Coburg und Gotha ein Doppelherzogtum, dessen regierende Dynastie bald europäische Prominenz erlangen sollte. Persönlichkeiten wie Queen Victoria und Prinz Albert oder Leopold, erster König der Belgier, sind bis heute bekannt.

Der Begründer des Doppelherzogtums, Ernst I., steht jedoch meist im Schatten seiner berühmten Verwandten. Die Ausstellung rückt den ehrgeizigen Regenten ins Zentrum. In bewegten Zeiten legte er durch diplomatisches Geschick die Grundlagen für den Aufstieg seiner Dynastie. Wie kein anderer seiner Vorgänger prägte Ernst I. zudem die Coburger und Gothaer Kulturlandschaft.

ORT: Räume der Sonderausstellung (Teil des Rundgangs)

RUBRIK: Ausstellung

ZEIT: 18.00–24.00 Uhr

Daniel Nikolaus Chodowiecki.
Kunst – Familie – Moral

Ausstellung im STUDIO bis 25. Oktober 2026

Kuriose Heiratsanträge und absurd aufgetürmte Frisuren gehören zum Motivrepertoire des in Berlin tätigen Künstlers Daniel Nikolaus Chodowiecki (1726–1801). Er gilt als einer der bedeutendsten Graphikkünstler des 18. Jahrhunderts. Seine kleinformatigen Illustrationen bestechen auch heute durch ihre genaue Beobachtung und humorvolle Umsetzung.

Der Coburger Herzog Franz Friedrich Anton (1750–1806) begeisterte sich für dessen Werke und erwarb für sein Kupferstichkabinett über 4000 Druckgraphiken und rund 200 Handzeichnungen des in Berlin tätigen Künstlers.

Anlässlich des 300. Geburtstags von Daniel Nikolaus Chodowiecki gibt die Studio-Ausstellung einen Einblick in das vielfältige Werk.

ORT: Im Studio, Carl-Eduard-Bau, 1. Stock (Teil des Rundgangs)

RUBRIK: Ausstellung

ZEIT: 18.00–24.00 Uhr

Der Coburger Elektrowagen 1888 von Andreas Flocken

Ausstellung bis Frühjahr 2027

Nach über 135 Jahren wird Flockens Innovation durch eine originalgetreue Rekonstruktion wieder sichtbar. Eine Ausstellung auf der Veste Coburg zeigt vom 17. April bis 28. Juni 2026 den „Coburger Elektrowagen 1888“ und lädt mit einer nachgebauten Werkstatt, historischen Exponaten und KI-gestützten Darstellungen zu einer Zeitreise in die Anfänge der Elektromobilität ein. Das Projekt wird von MakingCulture e.V. mit Unterstützung der Initiative Stadtmuseum Coburg e.V. und in Kooperation mit den Kunstsammlungen der Veste Coburg umgesetzt.

ORT: Labor  (Teil des Rundgangs)

RUBRIK: Ausstellung

ZEIT: 18.00–24.00 Uhr

Ganes

Die Musik von Ganes ist lebendiges Erbe, das die Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft schlägt. Das Südtiroler Frauentrio präsentiert eine außergewöhnliche, intime Akustik-Performance – mal federleicht und verspielt, mal tiefgründig und mystisch. Die Schwestern Elisabeth und Marlene Schuen entführen gemeinsam mit Natalie Plöger das Publikum auf eine klangvolle Reise in ihre Heimat und erwecken mit ihrem unverwechselbaren, dreistimmigen Gesang den Schatz der ladinischen Sprache zum Leben. Dabei verweben sie Musik mit Geschichten und erzählen von einer faszinierenden Bergwelt. Mit Piano, Gitarre, Kontrabass und Geige entfaltet sich eine märchenhafte Klanglandschaft – reduziert, nahbar und intensiv. Lieder aus über 15 Jahren Bandgeschichte verzaubern, begeistern und laden zum Träumen ein.

ORT: Hofstube

RUBRIK: Weltmusik in ladinischer Sprache

ZEIT: Zur vollen Stunde ab 19.00 Uhr

Trio Chiavi d’Amore

Als Hirteninstrument erfreute sich die Drehleier, auch als Vielle oder Hurdy-Gurdy bekannt, größter Beliebtheit in der aufkommenden Schäfermode des 18. Jahrhunderts am Hofe Ludwig XV. Heute würde man dessen Frau Marie Antoinette als Trendsetterin bezeichnen.Ihre Selbstinszenierung als Schäferin inspirierte die französische Aristokratie, vom einfachen Landleben zu träumen. Dazu gehörte die passende Musik und so erklangen während der Schäferstündchen verträumte Weisen auf der Drehleier.

Dieses fast vergessene Instrument holt das Trio Chiavi d’Amore aus der Schatzkiste.Es entfaltet auf Barockdrehleier, Schlüsselfidel und Cembalo ein reiches Bouquet an Klangfarben und Emotionen. DasPublikum träumt derweil von einer heilen Welt und dem einfachen Leben als Schäfer oder Hirtin, wie einst Marie Antoinette.

ORT:Lutherkapelle

RUBRIK: Barockmusik

ZEIT: zur vollen Stunde ab 18.00 Uhr

Außenbereich

Schätze im Licht – Philipp Geist

Architektur, Projektion, Klang und Bewegung werden zur begehbaren Virtual Reality, wenn der international tätige Licht- und Medienkünstler Philipp Geist mit seiner Lichtinstallation „Schätze im Licht“ den ersten Burghof in Szene setzt. Projektionen auf Bodenflächen und Fassaden interagieren mit den Besucherinnen und Besuchern, lassen architektonische Schätze erstrahlen und die Menschen zum aktiven Bestandteil der Installation werden.

Seit 1996 entwickelt Philipp Geist weltweit Lichtkunstinstallationen und audiovisuelle Kunstprojekte. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine malerisch-poetische Bildsprache und räumliche Tiefenwirkung aus. „Schätze im Licht“ ist sinnliche Übersetzung von Geschichte in zeitgenössische Raumerfahrung und macht die Veste zu einem Ort des Innehaltens und Staunens.

ORT: Erster Burghof

RUBRIK:  Multimedia- und Lichtinstallation

ZEIT: 18:00 bis 24:00 Uhr

PA-Design-Licht

Ungeahnte Schätze bekommen eine Bühne, wenn PA-Design den Fokus auf die verborgenen Details und feinen Texturen der Veste Coburg lenkt. Historisches Mauerwerk und architektonische Kostbarkeiten erstrahlen in neuem Licht und lassen die Besucher:innen die Burg auf einzigartige Weise erleben.

ORT: Zweiter Burghof

ZEIT: 18:00–24:00 Uhr

Román y sus timberos

Román y sus Timberos ist eine in jeder Beziehung junge Band, die moderne kubanischen Musik auf die Bühne und die Hüften zum Schwingen bringt. Jeder der acht Musiker aus Kuba, Kolumbien, Mexiko und Deutschland hat bereits in anderen renommierten Latino-Formationen Erfahrungen gesammelt. Die kubanischen Sänger Yina Martinez Lavin und Jari Rojas haben Salsa im Blut und begeistern voller kubanischer Energie nicht nur Salsa-Fans. Es kann und soll zu Salsa und Timba getanzt werden!

ORT: Zweiter Burghof

RUBRIK:  Weltmusik Lateinamerika

ZEIT: zur halben Stunde ab 18.30 Uhr

Salsa- und Bachata-Crashkurs

Tanzbegeisterte können bei bester lateinamerikanischer Livemusik unter der Anleitung von Tanzlehrer Wolfram Klatt und Sina Wittmann einen Salsa- und Bachata-Crashkurs mitmachen.

Bei spätsommerlichen Temperaturen unter freiem Himmel ist Partystimmung und gute Laune garantiert.

Bei schlechtem Wetter findet der Kurs in der Cafeteria statt.

ORT: Zweiter Burghof

RUBRIK:  Tanzkurs

ZEIT: zur halben Stunde ab 18.30 Uhr

Gastronomie

Im Zweiten Burghof sorgen die Gastronomie Lindenhof und ein Aperitivo-Truck für vielfältigen Genuss aus der Region.